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Leben in der Gemeinschaft
Unser Alltag ist von einem regelmäßigen Rhythmus geprägt: An den Werktagen fahren unsere behinderten Gemeinschaftsmitglieder schon früh in die nahe gelegene Werkstatt für behinderte Menschen zur Arbeit.
Nachdem sie auf den Weg gebracht sind, kümmern sich die Assistentinnen und Assistenten um den Haushalt und die Gartenarbeit. Auch Gebet, Teamsitzungen und Supervision sind Bestandteil des Arbeitstages.
Einige Bewohner haben bereits das Rentenalter erreicht und verbringen ihre Vormittage in der gemeinschaftsinternen Tagesstruktur.
Nach dem Mittagsessen gibt es eine längere Pause zur persönlichen Gestaltung. Am Nachmittag, wenn die Bewohner von der Arbeit zurück sind, versammeln sich alle wieder, um bei Kaffee und Tee vom Tag zu erzählen. Anschließend gestalten wir die verbleibende Zeit bis zum Abendessen nach den gemeinsamen Bedürfnissen und Erfordernissen des Gemeinschaftslebens.
Täglich versammeln sich die Hausgemeinschaften dann zum Abendgebet, einmal wöchentlich alle Häuser zusammen.
Abendessen und die Begleitung bei der täglichen Vorbereitung auf das Schlafengehen gehören natürlich dazu.
Der Abend dient dann der Entspannung und des Gemeinsam-Seins. Wir sitzen zusammen und unterhalten uns bei Wein und Saft, spielen, singen, basteln, hören Musik, oder sehen fern.
Am Samstag lassen wir den Tag geruhsam angehen und nutzen die Zeit für gemeinsame Unternehmungen. Der Sonntag ist geprägt vom Besuch des Gottesdienstes in den Kirchengemeinden und dem Sonntagabendgebet in der Dorfkirche in Ledde. Dort versammeln sich seit vielen Jahren Menschen mit und ohne Behinderung zum ökumenischen Abendgebet.
Neben der wiederkehrenden Routine ist unser Leben sehr geprägt von einem lebendigen Miteinander: einem kleinen Lächeln, das wieder Kraft gibt, einer vergebenden Geste nach einem Streit, freundschaftliche Unternehmungen von nur einem Bewohner mit einem Assistenten, dem Feiern von Festen, gemeinsamem Urlaub und Begegnungen mit Freunden und anderen Gemeinschaften.
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